Thema: Sexuelle Übergriffe
Vincenzo Condoleo
Kurzzusammenfassung zum Vortrag am 18. Februar 2009 in Eglisau
Diese Zusammenfassung bringt nur den vollen Nutzen mit dem Besuch des Referates! Neukonzept Verhaltenskurs bzw. Selbstverteidigungskurs
Mein Konzept habe ich zusammen mit Psychologinnen und Kampfsportexperten erarbeitet. Dies Konzept habe ich kreiert, nachdem eine Kampfsportlerin, die zum damaligen Zeitpunkt bereits Dan - Trägerin war, brutal überfallen und vergewaltigt worden war. Für mich war dies damals völlig unverständlich. Doch das intensive befassen mit dieser Materie hat mir einen völlig neuen Ansatz respektive Blickwinkel gezeigt. Es wurde somit ein neuer Weg ein neues System konzipiert, das einen optimal auf die Verteidigung gegen Übergriffe im Alltag vorbereitet.
Die Grundannahme basiert dabei auf drei Grundpfeiler:
1. Nonverbal Zeichen setzen, damit wir nicht zum Opfer werden. In dieser ersten Fase werden notfalls zusätzlich auch verbale Zeichen gesetzt.
2. Einfache, effektvoll (brutale) Techniken nicht nur kennen, sondern mit alltäglichen Tricks auch anwenden (Servelat-Glocke-Zitrone). Dabei natürliche Blockade überwinden.
3. Psychologische Verhaltensmuster bewusst einsetzen in lebensnahen Situationen (auf verlangen in einem speziellen Lernrevier).
Aus diesen drei Grundannahmen ist die Realitätsbezogene Selbstverteidigung entstanden.
Präambel
Obwohl die meisten Kampfsportarten sehr effektive Selbstverteidigungstechniken enthalten, so wird doch den Psychologischen Aspekten meist eine zu geringe Bedeutung beigemessen. Deshalb wird in meinem Kurs wert auf Wahrnehmungspsychologie sowie Verhaltenspsychologie gelegt. Auch helfen uns hier neuste Erkenntnisse aus der Neuroforschung. Oberstet Ziel ist es, nie in einer solchen Situation zu geraten! Mit entsprechender Verhaltensschulung respektiven Techniken wird dies speziell geübt. Zur besseren Verständigung nochmals: Durch mein Verhalten entsprechende Signale aussenden, damit ich für den vermeintlichen Täter unattraktiv werde. Aus meiner heutigen Sicht beginnt die Selbstverteidigung bereits hier. Durch die Selbstsicherheit, die eine Frau durch diesen Kurs gewinnt, wird für sie auch die Wahrscheinlichkeit geringer, sich im Alltag einer solchen Ernstfallsituation gegenüber zu sehen, denn es zeigt sich immer wieder, dass es selbst „starke Männer“ vermeiden, eine selbstsichere Person anzugreifen. Unsicherheit jedoch wird als Schwäche gewertet und oft gnadenlos ausgenutzt. Dabei ist es irrelevant ob sich der Täter auf Kinder, Frauen, Behinderte, Männer, Prostituierte oder sonst eine benennbare Gruppe konzentriert.
In dieser Beziehung sind Täter gleich. Sie wollen ein möglichst kleines Risiko eingehen.
Neue Sichtweise des Konzeptes
Im neuen Grundgedanken versucht man deshalb, die KursteilnehmerInnen im dritten Teil einer möglichst lebensnahen Situation auszusetzen. Das Lernrevier ist deshalb nahe der Realität konzipiert. Dabei geht es nicht nur darum, körperliche Angriffe zu parieren, sondern sich bereits im Vorfeld zuerst Nonverbal zweitens verbal mit dem Angreifer auseinanderzusetzen. Gewaltanwendung wird bewusst als letztes Mittel zur Lösung eines Konfliktes betrachtet. Für viele Menschen ist es äusserst schwierig, die Hemmungen zu verlieren und voll zuzuschlagen. Deshalb wird dies vorab mit Verhaltenspsychologischen Erkenntnissen geübt. Sind die Schranken gefallen kann das Schlagen trainiert werden. Um das effizient trainieren zu können, tragen die Angreifer dick gepolsterte Schutzausrüstungen. Der spezielle Kopfschutz ist so erstellt, das auch Techniken zu den Augen möglich sind. Brust sowie Tiefschutz sind Spezialanfertigungen. Darüber kommt eine dicke Schaumstoffschicht, die sowohl den Angreifer wie auch das Opfer schützt. Auf diese Weise kann der Ernstfall sehr real geübt werden, ohne dass irgendwer körperlich daran Schaden nimmt.
Gut zu wissen, dass….
Indem wir unsere Gedanken und Gefühle bewusst steuern, können wir der Niedergeschlagenheit und sogar Depressionen entgehen. Für uns besonders wichtig, auch einem eventuellem Angriff. Interessant ist folgende Erkenntnis: Sprachen mögen sich von Volk zu Volk unterscheiden. Gefühle aber sind den Fores im Hochland von Neuguinea auf dieselbe Weise ins Gesicht geschrieben wie einem Bürger von San Francisco oder Zürich. Überall zeigt sich, dass die Kultur kaum Einfluss hat auf die Klaviatur der menschlichen Emotionen. Zwar mochten manche Völker ihre Empfindungen mehr und andere sie weniger offen zeigen. Freude und Trauer, Angst und Wut aber waren allen Menschen gemein. Das Gehirn verfügt über zwei Wege, um das Funktionieren des Organismus zu überwachen. Im Nervensystem werden elektrische, über die Hormone chemische Signale verteilt. Zeigt man im neuropsychologischen Experiment Versuchspersonen fröhliche und traurige Bilder, so reagieren sie unwillkürlich auf die zweiten stärker. Gute, starke Gefühle sind aber kein Schicksal - man kann und muss sich darum bemühen (Trainieren). Bei Begehren, Zufriedenheit spielen die Botenstoffe Dopamin, Oxytocin und Beta-Endorphin wichtige Rollen. Angst, Anspannung und Niedergeschlagenheit hingegen werden unter anderem von Acetylcholin und von Stresshormonen wie Adrenalin Noradrenalin und Cortisol gesteuert. Wenn wir unsere Stimmung beeinflussen wollen, müssen wir den Regelkreis der Seele kennen. Mit etwas Training können wir ihn willentlich betätigen. Die heutigen Neurowissenschaften bestätigen den Wert solcher Verfahren des Trainings, denn Phantasiebilder können das Gehirn fast im selben Masse formen wie echte Erfahrungen! Wiederholungen spielen dabei eine entscheidende Rolle, denn je öfter die Neuronen angeregt werden, umso sicherer entsteht eine dauerhafte Verbindung. Dieses wurde im Positronen - Emissionstomographen entdeckt. Unser Augenmerk sollte nicht in erster Linie darauf liegen, die Umstände zu ändern sondern uns selbst.
Dies als Einsteig nun zu unserem Thema:
Prävention für Kinder
Der Neurobiologe Michael Meaney wies folgendes nach: Jungtiere, die von ihren Müttern ausgiebig abgeleckt und gekrault wurden, ertrugen Stress später weit besser als Tiere, um die sich ihre Mütter nicht so ausgiebig gekümmert hatten.
Starke Kinder wissen, was sie wollen.
Wenn ein Kind weiss, was sich gut anfühlt und was nicht, kann es besser Nein sagen. Das geht aber nur mit einem gesunden Körperbewusstsein. Dazu können Eltern viel beitragen.
Du bisch jetzt chrank und ich bi de Dokter und muess dich untersueche. Der dreijährige Hansli packt sein Spielarztkoffer und entnimmt ein Spielstethoskop. Heidi legt sich aufs Kinderbett und zieht den Pullover bis zum Hals hoch. Doktor Hansli hört intensiv den Bauch ab und meint dann, ich muess aber au da unde no luege. Seine vierjährige Patientin streift die Unterhose runter, und man hört Gekicher von Heidi. Das chützelet ruft Heidi und ein erstauntes das gseht aber komisch us sagt der Doktor Hansli. Die beiden Nachbarskinder spielen ihr momentanes Lieblingsspiel „Dökterle“ in Heidis Kinderzimmer. Einmal überrascht Heidis Mutter beide beim Dökterle. Heidis Mutter ist etwas verunsichert, wie sie das kindliche Treiben einschätzen soll. Jedoch: Das Dökterlispiel gehört entwicklungspsychologisch in die Zeit der Entdeckung der Geschlechterunterschiede. Es ist Ausdruck der kindlichen Neugier. Für die gesunde Entwicklung ist es wichtig ein selbstbewusster Umgang mit dem eigenen Körper zu haben.
Gewisse Regeln müssen aber auch beim Dökterle eingehalten werden: Eltern sollten gut darauf achten, dass die Machtverhältnisse in Bezug auf Grösse und Entwicklung ausgeglichen sind. Der Altersunterschied sollte nicht mehr als zwei eventuell drei Jahre betragen. Wenn ein Kind signalisiert, dass es das Spiel nicht mag, sollen die Eltern es bei der Durchsetzung seines Neins unterstützen. Ausserdem sollten die Kinder nichts ausprobieren, was weht tut, und selbstverständlich keine Gegenstände in Körperöffnungen stecken. Wenn diese Grundregeln eingehalten werden, trägt diese Art Dökterle dazu bei, Kindern das Gefühl zu geben, dass sie selbst bestimmen dürfen, was mit ihrem Körper geschieht.
Ein gutes Körpergefühl ist ein zentraler Teil der Entwicklung zur Selbstbestimmung. Körperkontakt fördert die gesunde Entwicklung - solange das Kind Spass daran hat. Im Bezug auf die Körperlichkeit gilt die absolute Selbstbestimmung des Kindes. Es stellt sich allerdings nicht von selbst ein. Eltern müssen den Weg finden, ihren Kindern einen selbstbewussten Umgang mit ihrem Körper zu ermöglichen. Das ist nicht immer einfach. Angesichts einer zunehmend sexualisierten Umwelt, der vielen Berichte über sexuellen Missbrauch. Erschwerend kommen die von der Modewelt diktierten körperlichen Schönheitsideale hinzu. Wenn die Eltern, Kindergärtnerinnen und Lehrpersonal aber Bescheid wissen über die körperliche Entwicklung von Kindern, können sie viel mehr dazu beitragen. Am Körper gibt es viel zu entdecken. Bereits im Mutterbauch erfahren Babys Wohlgefühle beim Nuckeln am Daumen oder wenn das warme Fruchtwasser die Haut berührt. Das sind erste sinnliche Erfahrungen, die sie - einmal auf der Welt – weiterführen, wenn sie an der Mutterbrust saugen, die warme Haut von Mama und Vater spüren und riechen. Es ist psychologisch erwiesen: Ein liebevoller, zärtlicher Umgang mit dem Kind, viel Hautkontakt und eine zugewandte Tonlage, wenn man mit ihm spricht, gehören zur lebenswichtigen emotionalen Versorgung des Kindes. Schon bald beginnt das Kind mit seinem Körper zu spielen. Es entdeckt seine Händchen und Füsschen, aber auch seine Geschlechtsteile. Erektionen und vaginale Empfindungen, das Geniessen von Nacktheit gehören zu dieser Entdeckungsreise dazu. Im Alter von drei bis fünf kommt es nicht sollten vor, dass Kinder sogar lustvoll onanieren oder masturbieren. Das ist so völlig normal. Natürlich ist dies für Eltern sehr irritierend. Vor allem wenn sie selbst mit vielen sexuellen Tabus aufgewachsen sind. Eltern sollten ihre Kinder einfach machen lassen, das Geschehen nicht beurteilen. Kinder mache das zum Beispiel nach einem aufregenden Erlebnis, um sich zu beruhigen. Wenn ein Kind nämlich merkt, dass es etwas tun kann, um sich zu beruhigen und wieder zu sich zu kommen, ist dies ein Lerneffekt im Bereich der Selbstkontrolle. Auch das gehört zur Autonomie, zur Entwicklung der Sicherheit, dass „mein Körper mir gehört“. Wenn Dreijährige meist noch sehr offen und ungeniert mit ihrer Nacktheit umgehen, wird ein Fünfjähriges unter Umständen bereits nicht mehr wollen, dass ausser Papa und Mama jemand seinen nackten Körper sieht. In dieser Zeit entwickelt sich das natürliche Schamgefühl. Die Entscheidung, wer es nackt sehen darf, liegt allein beim Kind. Es kann gut möglich sein, dass es in diesem Alter nur noch einen Elternteil beim Baden, Anziehen oder beim Gang auf die Toilette akzeptiert. Das kann für den anderen im ersten Moment seltsam sein, muss aber respektiert werden. Genau so, wie die Weigerung einer Vierjährigen, Oma zur Begrüssung ein Küsschen zu geben. Freiwillig ja, gezwungen nein!
In Bezug auf die Körperlichkeit gilt die absolute Selbstbestimmung des Kindes. Von einem Siebenjährigen kann ich erwarten, dass er die Hand zur Begrüssung ihm vertrauter Personen reicht, mehr nicht. Ein Dreijähriges muss aber nicht einmal das. Viele Eltern erinnern sich noch daran, dass sie als Kinder unbedingt die halbe Verwandtschaft umarmen und küssen mussten. Natürlich kennen sie noch den Widerwillen der damit verbunden war. Deshalb sollten wir unsere Kinder nicht zum Körperkontakt zwingen, selbst wenn Oma und Opa dies im Moment nicht richtig finden. Wenn die Eltern ihnen den Zusammenhang erklären, werden sie aber bestimmt derselben Meinung sein. Nur so lernen Kinder, dass ihr Wille zählt, und werden auch in bedrohlichen Situationen eher Mut haben, Nein zu sagen. Und dieser Mut, dieses Selbstbewusstsein müssen früh angelegt und unterstützt werden, damit Kinder und später junge Erwachsene sich gegen Übergriffe wehren können. Eltern und Bezugspersonen sollten deshalb die Signale des Kindes unbedingt respektieren. Aber auch Aussenstehende sind gefordert: einem herzigen blond gelockten Mädchen auf der Strasse einfach über die Haare zu streichen und ein Kompliment zu machen ist bereits ein Übergriff. Ebenso das in lateinischen Ländern beliebte in die Backen-Kneifen oder das Kind von Freunden einfach auf den Schoss zu ziehen. Das soll nicht bedeuten, dass Körperkontakt zwischen Erwachsenen und Kindern gänzlich verboten ist. Im Gegenteil, zu einer gesunden Entwicklung gehören auch das Toben, Kuscheln und freundschaftliche Raufereien. Jedoch immer mit der nötigen Rücksicht auf das, was das Kind will und erlaubt.
Ratschläge für Eltern
Das Kind muss auf differenzierte Weise gehorchen lernen. Es muss sich berechtigt fühlen, nein zu sagen, um sich zu schützen. Viele Kinder haben nicht gelernt, ihren eigenen Willen gegen fragwürdigen Forderungen von Erwachsenen zu behaupten. Dadurch kann nur zu leicht gegen ihren Willen, gegen ihre sexuelle Selbstbestimmung verstossen werden. Es ist gar nicht erstaunlich, wenn diese Kinder sich auch nicht gegen einen solchen Mann durchsetzen, indem sie einfach „nein“ sagen. Beim Grossteil der gewaltlosen Fälle könnte das Kind aber mit einem entschiedenen Auftreten der Situation ausweichen.
Manchmal kann sich das Kind durch das freundliche Verhalten des Erwachsenen angezogen fühlen
Sprechen Sie mit Ihren Kindern über gute und schlechte Geheimnisse: Lehren Sie Ihre Kinder „NEIN“ zu sagen, wenn ihnen befohlen wurde, ein Geheimnis zu hüten, das ihnen Unbehagen vermittelt oder sie verwirrt. Dies kann schon ganz kleinen Kindern beigebracht werden und bedeutet eine wirksame Vorbeugung von sexueller Misshandlung. Denn es gibt Täter, die sich vorher vergewissern, ob ein Kind bereit ist, ein Geheimnis zu hüten. Kein Kind sollte eine Berührung, einen Kuss oder eine Umarmung geheim halten müssen.
Ermuntern Sie Ihre Kinder zum Erzählen.
Geben Sie ihnen die Zusicherung, dass Sie ihnen nie böse sein werden, sie mögen erzählen, was sie wollen. Erklären Sie ihnen den Unterschied zwischen dem Erfinden einer Geschichte, um jemandem zu schaden, und der Mitteilung einer Begebenheit, um Hilfe zu bekommen und sich zu schützen.
Glauben Sie Ihren Kindern, denn Kindern lügen nicht, wenn sie erzählen, sie seien sexuell belästigt worden.
Teilen Sie die Menschen nicht in Gute oder Böse ein.
Wenn Kinder glauben, nur böse Menschen könnten sie verletzten, werden sie nicht auf diejenigen Täter vorbereitet sein, die ihnen freundlich und vertrauenswürdig begegnen. Indem Sie sie über die Gefahrenzeichen informieren.
Bringen Sie Ihren Kindern bei, wie sie sich schützen können und dürfen. Die Hauptbotschaft ist; dass jede Methode sich zu schützen erlaubt und gut ist! Alle Regeln dürfen in einer Notsituation gebrochen werden, dh. beissen, Fusstritte austeilen, lügen, davonrennen, schreien: „Er ist nicht mein Vater!“, ein Fenster einschlagen und Feuer, Feuer schreien usw.
Persönliche Tipps für Eltern
Fragen Sie sich bitte selbst:
Diese Angaben (Liste) sind nur Sinnvoll im Zusammenhang mit meinem Vortrag. Im Laufe des Referates wurde um das Verständnis zu fördern, über die neusten Wahrnehmungs - + verhaltenspsychologischen Erkenntnissen berichtet. Auch wurde die viktimologische Situation erläutert. Wo angebracht, wurden im laufe des Vortrages Beispiele erklärt und besprochen.
Das stärkt das Körpergefühl und beugt Missbrauch vor:
Ermutigen Sie Ihr Kind immer wieder, zu sagen, was ihm gefällt und was nicht. So lernt es seine Gefühle besser kennen.
Respektieren Sie in jedem Fall seine Grenzen und Schamgefühle, auch wenn diese im Moment absurd erscheinen. Beantworten Sie Fragen in Bezug auf Sexualität und Körperlichkeit und weichen Sie nicht aus auf Floskeln wie „Dafür bist du noch zu klein“. Die Frage danach, woher die Babys denn kommen, können Sie einem kleineren Kind einfach mit „sie wachsen im Bauch der Mama“ beantworten. Darüber hinaus gibt es viele altersgerechte Bilderbücher zum Thema Aufklärung.
Selbstverteidigungskurse für Kinder vermitteln Selbstbewusstsein und helfen den Kindern, sich stark und sicher zu fühlen.
Missbrauchs - Täter ziehen die Opfer oft in einen Teufelskreis aus Loyalität und Geheimhaltung. Erklären Sie dem Kinde, dass es gute und schlechte Geheimnisse gibt. Die guten geben ein herrliches Gefühl, die schlechten hingegen verursachen Bauch- und Kopfweh und plagen einen wie kleine Monster. Diese soll man immer einem Erwachsenen anvertrauen. Er kann etwas gegen die Monster tun.
Wenn der Verdacht auf einen Übergriff besteht, dramatisieren Sie nicht. Versuchen Sie, eventuell beiläufig, das Kind zum Reden zu bringen. Ziehen Sie eine Vertrauensperson des Kindes (Gotte, Kindergärtnerin) bei und bitten Sie sie, das Kind ebenfalls zu beobachten und ihnen zu sagen, ob sein Verhalten auch ihr seltsam erscheint. Oft stecken auch ganz andere Ursachen wie etwa Mobbing dahinter.
Hilfsorganisationen können über Polizeidienststellen, Sozialämter oder telefonische Auskunftsdienste erfragt werden.
Bei meinen Trainings setze ich auf die richtige Mischung aus fachlicher, kommunikativer und sozialer Kompetenz. Ich überarbeite meine Konzepte und Grundlagen im Sinne Ihrer Unternehmensphilosophie.
Ich möchte, dass Sie nicht nur zufrieden, sondern begeistert sind – sowohl beruflich als auch privat.
Ihr Erfolg ist mein Erfolg.
Was tun wenn der Verdacht gegen eine Kollegin, einen Kollegen aufkommt?
Es ist jedoch damit zu rechnen, dass missbrauchende Personen sich ähnlich massiver Verleugnungen bedienen wie alle anderen Täter!
Konkret:
Weitere Ansätze zur Prävention sexueller Gewalt in Institutionen
1. Institutionen (Schulen, Werkstätte, Heime, Kliniken etc.) müssen über die besonderen Risiken sexueller Gewalt gegen behinderte Menschen informiert sein
2. Institutionen sollten für sich sehr klare Regeln im Umgang mit Intimität und Sexualität entwickeln und diese in ihrer Charta öffentlich machen. Das Thema „Sexuelle Gewalt“ ist immer eine Leitungsangelegenheit
3. Institutionen sollten mit ihren Partnern einen offenen Dialog führen: Ganz wesentlich ist beispielsweise ein intensiver Austausch mit Eltern oder Amtsbetreuern. Offenheit beinhaltet weit gehende Offenheit sowohl in räumlichen als auch in intellektueller Hinsicht
4. Institutionen sollten die Rechte ihrer Kunden öffentlich machen. Dazu gehört auch die Benennung neutraler und zugänglicher Beschwerdeinstanzen
5. Institutionen benötigen eindeutige Verantwortlichkeitsstrukturen und externe Supervision
6. Alle Betroffenen sollten über Foren verfügen, innerhalb derer sie sich regelmässig äussern können. Sie sollten Gelegenheit haben, Sprecherinnen und Sprecher zu wählen, Vertrauenspersonen zu nennen und die Durchsetzung von Interessen zu üben.
7. Institutionen sollten regelmässigen Kontakt zu Krisenberatungsangeboten pflegen oder diese zusammen mit ihren SchülerInnen, BewohnerInnen oder behinderten MitarbeiterInnen besuchen
8. Institutionen sollten Telefonate mit Aussenstehenden ermöglichen
9. Institutionen benötigen ausreichend viele und ausreichen qualifizierte MitarbeiterInnen. Chronische Überforderung und Isolierung ist der Einstieg in Missbrauch
10. MitarbeiterInnen der Institution sollten den Kindern und Eltern namentlich und bildlich bekannt sein
11. MitarbeiterInnen von Institutionen benötigen Vertrauen
12. Prävention sexueller Gewalt sollte nicht isoliert, sondern als ein Baustein umfassender Konzepte einer Assistenz zu möglichst weit gehender Selbstverwirklichung und Autonomie betrachtet werden.
13. Einmalige Veranstaltungen schaffen keine neuen Wege: Empowerment: Stärkung von Klientinnen, Klienten und MitarbeiterInnen ist ein kontinuierlicher Prozess.
Aufklärung ist wichtiger denn je.
Pornografie ist via Internet und Handy leicht zugänglich. Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs gerade deshalb frühzeitig Fragen zur Sexualität erörtern. Schimpfwörter wie Wixer und Hurensohn kursieren auf jedem Schulhof. Oft sind sich die Kinder nicht bewusst, welchen Sinngehalt diese Worte haben. Fragt man die Kinder gezielt danach, kann nur sehr diffus eine Antwort darauf gegeben werden. Heute taucht die pornografische Sprache bereits im Kindergarten auf. Eltern und LehrerInnen sind darüber meiste entsetzt und blocken ab: „So redet man nicht!“ Nur wenige erklären ihrem Kinde, dass „Figgen“ ein derbes Wort ist. Diesen Begriff positiv erklären dh mit „Liebe machen“, oder mit Schmusen oder Zärtlichkeit übersetzt werden kann. Nach wie vor ist es vielen Eltern peinlich das Thema Sex anzugehen. Dabei ist Sexualaufklärung wichtiger den je. Tippen sie mal im Google das Wort SEX ein. Sie landen zZ über 792 000 000 Treffer! Ihre Fragen beantworten sich die Kinder heute selber übers Internet. Auf der Suchmaschine Google hat man nach wenigen Klicks einen Pornofilm vor sich – gratis und ohne Alterskontrolle.
Achtung diese Angaben sind nur mit dem Besuch des Referates Sinnvoll.
Gez
V. Condoleo
Verbrechen sind Männersache Zusammengetragen aus:
- Zeitungsausschnitten Tages Anzeiger sowie NZZ
- Beobachter
- Broschüren der Polizei und Sozialämter
- Bücher wie z.B. Seele eines Mörders
- Vorträge Volkshochschule ZH
- SV Kurse in Magglingen
- Die Glücksformel (Fachbuch)
- O. Wachter; Heimlich ist mir unheimlich
- PM Perspektive 3/2008
- Schweizer Familie Gesundheit 2/2009
- etc.
Schlussbemerkung: Dies ist sicher kein Leitfaden, das man heute bekommt, morgen liest und übermorgen beherrscht. Man muss sich schon etwas eingehender damit befassen. Dafür begleitet es uns ein Leben lang, denn bei jedem erneuten Lesen entdeckt man wieder Details die man bisher übersehen hat. Ich habe Ihnen diese Sache so erklärt, wie ich sie seit Jahren zeige / vorführe und referiere.

Neuronale Arbeitsteilung: Der Präfrontale Kortex (PFC) sagt, wo's langgeht, die Amygdala mahnt zur Vorsicht und der Hippokampus merkt sich den Weg.
